Der Fluch der Freiheit

„Alle, die von Freiheit träumen,
Sollen’s Feiern nicht versäumen,
sollen tanzen auch auf Gräbern.“ (Marius Müller‐Westernhagen)

Liebe, Glück und Freiheit sind die großen Worte unserer Gesellschaft. Glück ist so individuell, dass wir uns einig sein könnten, dass es nicht wirklich zu viel Glück für einen Menschen geben kann. Diejenigen unter uns, die für sich Glück mit Geld gleich setzen, werden wohl kaum nach der ersten Millionen sagen: „Oh, jetzt kann es aufhören, das ist mir jetzt doch zu viel Glück“. Und diejenigen, die Glück mit Zufriedenheit gleich setzen, werden auch nicht an ihrem 70. Geburtstag sagen: „Der Fluch der Freiheit“ weiterlesen

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DIE waren damals noch WIR

Es ist nicht deine schuld, dass die Welt ist wie sie ist,
es wär nur deine Schuld, wenn sie so bleibt
(Die Ärzte)

Ein Wahlergebnis wie dieses von Sonntag, kann natürlich auch auf der Causeria nicht unkommentiert bleiben. Doch mit den Stunden die danach vergingen, merkte ich, dass etwas in mir passierte. Aber von Anfang an …

Erst einmal ist es für mich ein Unding das fast die komplette Politik für Wochen lahm gelegt wird. Die einen rufen: „Wenn wir gewählt werden, dann machen wir …“ . Die anderen versprechen: „Wenn wir wiedergewählt werden dann …“ . Und man selber fragt sich: Ihr seid doch gerade eine große Koalition, warum legt ihr nicht einfach schon mal los?

Ich gerhöre in diesem Jahr auch zu den vielen, in den Medien betitelten „Protestwählern“. „DIE waren damals noch WIR“ weiterlesen

Von großen Stoßzähnen und leuchtenden Hintern

„So show me yours I’ll show you mine ‚Tool Time'“ (Bloodhound Gang)

Als „Survival of the Fittest“ hatte es u.a. Darwin schon bezeichnet – was übersetzt nicht viel anderes bedeutet, als dass derjenige, der sich mit gewissen Merkmalen gegenüber seiner Konkurrenz durchsetzen kann, auch zum Schuss in Sachen Fortpflanzung kommt.

Paradiesvögel führen einen der auffälligsten Balztänze auf, um ihren Gegner vor einem möglichen Paarungsritual einzuschüchtern. Pfauen schmücken sich mit hunderten von Augen, um als Sieger bei den Weibchen hervorzugehen. Fische leuchten in allen Farben, um die Aufmerksamkeit des Gegenübers auf sich zu ziehen. Adéliepinguin bauen ein attraktives Nest und laden praktischerweise gleich zum „Probeliegen“ ein „Von großen Stoßzähnen und leuchtenden Hintern“ weiterlesen

Die Jugend von heute

Why so serious?
So raise your glass if you are wrong
In all the right ways.“
(Pink)

Wenn ich mir eins in meiner Endteenagerzeit geschworen habe, dann, dass ich niemals den Satz in den Mund nehme: „Also, diese Jugend von heute… zu unserer Zeit hätte es so etwas wirklich nicht gegeben“. Wer von uns hatte schon Lust immer wieder die Geschichten aus alten Tagen zu hören, welche Pflichten mit dem damaligen Jung sein verbunden waren? „Wir mussten früher das … wir mussten früher jenes.“ Es war für uns die klassische Einleitung das Surren im Kopf zu aktivieren und deinen Gegenüber gedanklich auf Mute zu stellen. Denn sind wir mal ehrlich, es gibt effektivere Methoden, an die Aufmerksamkeit von 16 bis 20-Jährigen zu kommen, als immer wieder in dieser Art und Weise von der Vergangenheit zu predigen.

Na gut, vielleicht waren wir ab und an ein wenig laut, „Die Jugend von heute“ weiterlesen

Hallelujah Abendland

„Hallelujah“ (Leonard Cohen)

Ganz Europa schwebt in Angst. In jeder Polittalksendung wird darüber diskutiert, wie es bald hier mit uns weitergeht – denn die Islamisierung des Abendlandes steht gleich vor unserer Tür. Wer es vielleicht noch nicht mitbekommen hat, der Islam hat längst unseren Alltag erobert, unsere eigenen Werte werden von allen Seiten infiltriert. Heerscharen von Predigern ziehen durchs Land, neue Gotteshäuser sprießen aus dem Boden, um ihre Anhänger willkommen zu heißen. Der Koran wird in allen Sprachen verteilt, um die Botschaft Allahs zu verbreiten, ungeachtet des vorherrschenden Glaubens auf unserem Kontinent – wie unverschämt. Wer sich nicht der passiven Aggressivität der Glaubensauslebung beugt, wird lautstark wachgerüttelt im schlimmsten Fall durch irgendwelche Extremisten, die ihre Fahrzeuge in Menschenmengen steuern, um die Ungläubigen zu bekehren. „Hallelujah Abendland“ weiterlesen

Wir sind die Guten

Hohe Berge, weite Täler,
klare Flüsse, blaue Seen,
dazu ein paar Naturschutzgebiete,
alles wunderschön. (Die Toten Hosen)

Die Sache mit der Selbstreflexion ist nicht so ganz leicht, das Ganze wird nicht besser, wenn wir beginnen, dass Handeln unserer eigenen Gesellschaft zu reflektieren. Aus der Distanz ist alles immer einfacher zu betrachten. So ist es schön, durch andere Länder zu reisen und Kopf schüttelnd durch die Gegend zu gehen, um festzustellen, dass wir doch alles richtig machen.

Ein Land, das es einem einfach macht, sich in seinem eigenen Handeln extrem gut zu fühlen ist Indonesien. „Wir sind die Guten“ weiterlesen

Pro Planet ???

Lawinen aus Metall rollen jeden Morgen durch die Stadt
An unseren Fenstern vorbei
Mama Erde trägt Klunkern – schmückt sich mit Brillanten
Wir rauben sie aus und bestimmen einen Preis
(Marteria)

Unsere Welt besteht mittlerweile aus so viel Plastik, dass selbst Barbie und Ken langsam neidisch zu uns rüber schielen. In unserem Supermarkt um die Ecke, verschwindet jedes einzelne Obststück in einem Beutel, damit diese an der Kasse in vielen nur wenig größeren Beuteln verschwinden können. Und für den Fall, dass mal einer reißt, gibt es einfach noch ein paar Reservetaschen obendrauf, man weiß ja nicht, was der Weg zum Auto noch so bringt. Aber egal, wir habens ja. Dann buddeln wir einfach noch ein bisschen tiefer in die Erde, spritzen ein paar tief gelegenen Gesteinsschichten einen Chemikaliencocktail „Pro Planet ???“ weiterlesen